Microsoft hat mit dem neuen Outlook einige Veränderungen eingeführt, die nicht bei allen Nutzern auf Begeisterung stoßen. Viele gewohnte Funktionen fehlen, und die Umstellung wird teilweise erzwungen. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Einschränkungen es gibt und wie Sie das neue Outlook blockieren können – für einen einzelnen Rechner ebenso wie für das ganze Büro.
Was hat sich geändert?
Das neue Outlook bringt einige Neuerungen mit sich – allerdings nicht nur positive. Besonders für Power-User und Geschäftsanwender ergeben sich erhebliche Einschränkungen:
- Kein Support für PST-Dateien mehr
- Keine Import- und Exportfunktionen für Daten
- Das Trust Center entfällt – somit auch die Möglichkeit, Zertifikate zu importieren
- Anhänge lassen sich nicht mehr per Drag-and-Drop auf den Desktop ziehen
- Mehrere Postfächer können nicht mehr in einen gemeinsamen Posteingang zusammengeführt werden
- Viele Drittanbieter-Add-Ins sind nicht kompatibel
Zudem berichten viele Nutzer über Stabilitätsprobleme und Performance-Einbrüche, was die alltägliche Arbeit erschwert.
Neues Outlook blockieren: so verhindern Sie die Umstellung
Um die erzwungene Umstellung zu verhindern, lässt sich das neue Outlook per Registrierungs-Editor blockieren. Dazu werden einige Einträge in der Registry ergänzt – am einfachsten mit einer vorbereiteten .reg-Datei.
Vorgehensweise:
- Laden Sie die Datei „NEWOutlook-block.zip“ herunter.
- Entpacken Sie das ZIP-Archiv.
- Führen Sie die Datei NEWOutlook-block.reg per Doppelklick aus.
- Bestätigen Sie die Änderungen in der Registrierungsdatenbank.
- Starten Sie den PC neu.
Alternativ können Sie die Einträge auch manuell in die Registry einfügen. Hier der REG-Code:
Windows Registry Editor Version 5.00 [HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Options\General] "HideNewOutlookToggle"=dword:00000001 [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\office\16.0\Outlook\Options\General] "DoNewOutlookAutoMigration"=dword:00000000 [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\office\16.0\Outlook\Options\General] "NewOutlookAutoMigrationRetryIntervals"=dword:00000000 [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\office\16.0\Outlook\Options\General] "HideNewOutlookToggle"=dword:00000001 [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Preferences] "NewOutlookMigrationUserSetting"=dword:00000000 [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Preferences] "UseNewOutlook"=dword:00000000
Neues Outlook im Firmennetz blockieren
Bei mehreren Arbeitsplätzen ist es sinnvoll, die Einstellung nicht Rechner für Rechner zu setzen. Die Werte unter Policies lassen sich zentral per Gruppenrichtlinie oder über ein Verwaltungssystem wie Intune verteilen. So gilt die Einstellung auch für neue Benutzer und bleibt nach Office-Updates erhalten. Wichtig: Die Einträge gelten pro Benutzer (HKEY_CURRENT_USER) und müssen daher für jedes Benutzerkonto gesetzt werden.
Neues Outlook deaktivieren: zurück zum klassischen Outlook
Wurde ein Rechner bereits umgestellt, finden Sie im neuen Outlook oben rechts den Schalter „Neues Outlook“. Schalten Sie ihn aus, öffnet sich wieder das klassische Outlook. Anschließend verhindern die Registry-Einträge, dass die Umstellung erneut angeboten wird.
Fazit
Das neue Outlook mag für einige Nutzer Vorteile bieten, bringt jedoch auch erhebliche Einschränkungen mit sich. Wer auf bestimmte Funktionen nicht verzichten möchte, kann die Umstellung mit den oben genannten Methoden vorerst verhindern. Da Microsoft das klassische Outlook nicht unbegrenzt anbieten wird, lohnt es sich, den späteren Wechsel in Ruhe vorzubereiten.
Sie möchten die Umstellung auf mehreren Arbeitsplätzen einheitlich regeln? Wir unterstützen Sie dabei über unsere Fernwartung. Weitere Outlook-Tipps: Outlook-Suche funktioniert nicht. Den offiziellen Zeitplan veröffentlicht Microsoft im Outlook-Support.
Häufige Fragen
Kann ich das neue Outlook später wieder zulassen?
Ja. Löschen Sie die Registry-Einträge oder setzen Sie die Werte zurück. Beim nächsten Start bietet Outlook den Umstieg auf das neue Outlook wieder an.
Gilt die Sperre auch nach Office-Updates?
Die Einträge unter Policies bleiben bei Office-Updates erhalten. Microsoft kann das Verhalten mit künftigen Versionen aber ändern, deshalb lohnt ein regelmäßiger Blick auf die Ankündigungen.
Muss ich die Einträge für jeden Benutzer setzen?
Ja. Die Werte liegen unter HKEY_CURRENT_USER und gelten pro Benutzerkonto. In Firmennetzen verteilt man sie deshalb am besten per Gruppenrichtlinie.


